Wir feiern dieses Jahr Spätsommar statt Midsommar – Teil 1: Kanelbullar, Smörgåsbord und Ofen-Lachs im sommerlich schwedischen Ambiente

Man muss die Feste feiern wie sie fallen! Wir wollten Midsommar feiern. Aber der Juni, Juli und Anfang August waren schon voll mit Terminen, Urlaub, Feiern. Also haben wir kurzerhand beschlossen einfach Spätsommar zu feiern :-)

Sommerlich schwedisch sollte das Fest werden. Wir haben den Garten hergerichtet mit Lampions, Wimpelketten und sogar sommerliche Wiesenblumen haben wir noch auf dem Markt gefunden. Weiß, ein bisschen gelb und blau, und natürlich grün (auch wenn auf unserem Rasen davon nach dem Sommer nicht mehr so viel übrig war…). Lichterketten und Kerzen für die spätere Stunde. Und auch das Wetter hat sich nordisch gezeigt – wir hatten tatsächlich einen der sehr seltenen Tage diesen Sommer erwischt, die etwas kühler und regnerischer waren – pünktlich zur Feier kam aber auch die Sonne raus!

Lampions

Wimpelkette

Blumen

Gestartet haben wir mit leckeren Kuchen. Unter anderem einem super leckeren Blaubeerkuchen und natürlich Zimtknoten. Die Rezepte habe ich euch weiter unten aufgeschrieben. Nach gemütlicher Geselligkeit für die Großen und einer wilden Kinderbande, die die Straße mit Kreide verschönert hat gab es dann noch ein leckeres Smörgåsbord. Kennt ihr das? Das sind Buffets aus verschiedene kalten (oder auch warmen) Speisen die auf Brettern bunt anrichtet werden. Da kann man sich wahrlich austoben! Unser Smörgåsbord sollte passend zum Spätsommar-Fest natürlich schwedisch angehaucht sein – also viel Fisch, Köttbullar, buntes Gemüse, natürlich Knäckebrot, dazu einige Dips und Aufstriche, ein paar Salate und als Highlight ein Lachs aus dem Ofen. Geschmeckt hat es herrlich und wurde in erstaunlicher Geschwindigkeit geplündert. Die Kinderschar hatte übrigens Küchenverbot als ich das Brett zusammengestellt hab, sonst wäre es schon beim Anrichten geplündert worden ;-)

Smörgasbord

Smörgasbord 2

Holundersaft

 

Blaubeerkuchen 2

Blaubeerkuchen

Das braucht ihr

{reicht für eine Tarteform}

  • 150g Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 75g Magerquark
  • 50ml Milch
  • 50ml Öl
  • 70g Zucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • Salz
  • 300g Sauerrahm
  • 3 Eigelb
  • 1 EL Zitronensaft
  • 300g Blaubeeren

lrm_export_69467246940497_20180906_221053743-e1536322362664.jpeg

Und so geht’s

  1. Heizt den Backofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vor. Wascht die Blaubeeren und lasst sie abtropfen.
  2. Für den Teig: Gebt Mehl, Backpulver, Quark, Milch, Öl, 30g Zucker, 1 Vanillezucker-Päckchen und eine Prise Salz in eine Schüssel und knetet das Ganze zu einem Teig. Rollt den Teig mit etwas Mehl rund aus, so dass er etwas größer als eure Form ist und für den Rand reicht. Legt ein Backpapier in die Form und hebt dann den ausgerollten Teig hinein.
  3. Für die Masse: Verrührt Sauerrahm, Eigelbe, 40g Zucker, 1 Vanillezucker-Päckchen und Zitronensaft zu einer homogenen Masse.
  4. Jetzt verteilt ihr die Blaubeeren auf dem Teig und gießt die Sauerrahm-Masse gleichmäßig über die Beeren.
  5. Backt den Kuchen für ca. 30 min im Ofen. Fertig!

lrm_export_69322534213157_20180906_220829030.jpeg

 

Kanelbullar 3

Kanelbullar

Das braucht ihr

Für den Teig:

  • 500g Mehl
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 50g Zucker
  • 250ml Milch
  • 75g Butter
  • Salz

Für die Füllung:

  • 125g weiche Butter
  • 3EL Zucker
  • 3TL Zimt

Kanelbullar

Und so geht’s

  1. Lasst die Butter und ca. 100ml der Milch in einem Topf langsam zergehen. Gebt danach die restliche kalte Milch dazu, so dass ihr eine lauwarme Butter-Milch-Mischung erhaltet. Bröselt nun die Hefe rein und verrührt sie.
  2. Gebt Mehl, Zucker, eine Prise Salz und die Butter-Milch-Hefe-Mischung in eine Schüssel und knetet das Ganze zu einem Teig. Deckt die Schüssel mit einem sauberen Küchenhandtuch ab und lasst den Teig mindestens 30 min an einem warmen Ort gehen.
  3. Rollt den Teig mit etwas Mehl zu einem Rechteck aus. Bestreicht den Teig jetzt mit der weichen Butter und bestreut diese mit Zucker und Zimt – hier könnt ihr auch nach eurem Geschmack in den Mengen variieren oder etwa zusätzlich noch Kardamon drüber streuen.
  4. Klappt nun das obere Drittel des Teig-Rechtecks nach unten und das untere Drittel bündig nach oben. Ihr solltet dann drei Schichten Teig übereinander haben. Nun schneidet ihr den Teig in ca. 1,5cm breite Streifen. Diese verdreht ihr in sich, formt einen Ring und schlagt einen Knoten. Legt die fertigen Knoten in eine große mit Backpapier ausgekleidete Ofenform ohne Abstand rein. So werden die Zimtknoten noch saftiger. Ihr könnt sie aber natürlich auch mit Abstand auf ein Backblech verteilen.
  5. Deckt die Form nochmal mit dem Küchentuch zu und lasst das Ganze weitere 30 min gehen. Heizt den Backofen in der Zeit auf 200°C Ober-/Unterhitze vor.
  6. Backt die Kanelbullar für ca. 15 min im Ofen. Fertig!

Kanelbullar 2

Ofen-Lachs mit Honig-körniger Senf-Marinade

Das braucht ihr

  • 1,2 kg frischen Lachs
  • 1 Zitrone
  • Salz, Pfeffer, Öl
  • 5EL flüssiger Honig
  • 5EL körniger Senf (z.B. Maille à l’Ancienne)
  • 1EL scharfer Senf

Und so geht’s

  1. Legt eine große Ofenform (alternativ auf ein Blech) so mit Backpapier aus, dass ihr den Lachs damit zudecken könnt. Heizt den Backofen auf 180°C Umluft vor.
  2. Wascht den Lachs und tupft ihn trocken. Gebt etwas Öl auf das Backpapier und legt den Lachs mit der Haut nach unten in die Ofenform. Salzt und pfeffert den Lachs und legt die Zitrone in Scheiben obendrauf.
  3. Schlagt jetzt das Backpapier über den Lachs und befestigt es, so dass es nicht von der Umluft wieder hochgeweht wird. Backt den Lachs für 10min im Ofen.
  4. In der Zwischenzeit verrührt Honig und Senf zu einer Marinade.
  5. Holt den Lachs aus dem Ofen und verteilt die Marinade über dem Fisch. Schlagt das Backpapier wieder drüber und backt ihn weitere 15-20min im Ofen.
  6. Prüft ob der Fisch leicht zerfällt und innen nicht mehr rosa glänzend ist. Fertig!

{Optisch jetzt bestimmt noch mit Potential, aber dieser Lachs schmeckt einfach sooooo lecker!!}

LRM_EXPORT_69069027019451_20180906_220415523.jpeg

Was wir sonst noch an unterhaltsamen Programm an dem Abend gemacht haben, schreib ich euch dann noch in einem separaten Blogpost.

Viel Spaß erstmal beim Backen!